Das Iduna-Zentrum in Göttingen – die Wohnungen sind 34 Quadratmeter klein, die meisten Bewohner:innen leben von Sozialleistungen. Der Fotograf Ingmar Björn Nolting hat sie über Jahre begleitet. Schließlich zog er selbst für einige Monate in das 17-stöckige Hochhaus.
Foto: Ingmar Björn Nolting Gewinner des Visual Journalism Grant 2018

Finalist:innen
Subkutan
Das Projekt „Subkutan“ thematisiert den persönlichen Ausstieg ehemaliger Neonazis sowie den Umgang mit historischen NS-Symbolen in der Architektur des öffentlichen Raums. Neben den Fotografien, erzählen die Aussteiger*innen in Interviews ihre Lebensgeschichten und zeigen darin, wie vielschichtig und komplex die rechtsextreme Szene ist.
Hiding from Baba Yaga
Nanna Heitmann bereiste den Jenissei-Fluss, zwischen der Republik Tuva und Krasnoyarsk. Ihre Bilder zeigen die isolierten Bewohner Nord-Sibiriens: widerstandsfähige Menschen, die geblieben sind. Die atemberaubende Schönheit der Landschaft steht im Kontrast zu der grausamen Geschichte der Region.
Honorable Mentions
Quit While You’re Ahea
Carlos Bafile beobachtet Jugendliche in Süditalien in einer Region in der die Jugendarbeitslosigkeit nahezu 60% beträgt – die höchste Quote innerhalb der EU. Er schafft es Teil ihrer Clique zu werden und überzeugt durch authentische, sehr direkte Bilder.
Fabrik der Eurokraten
Rund um die EU-Institutionen in Brüssel arbeiten neben alteingesessenen Eurokraten geschätzt rund 3.000 Praktikanten und Berufseinsteiger. Allein die Europäische Kommission betreibt mit jährlich über 25.000 Bewerbern das größte Praktikantenprogramm der Welt. Franziska Gilli bekam Zugang zu den Institutionen und ihren Praktikanten und ermöglicht uns einen seltenen Einblick in die sogenannte „Eurobubble“.
Qualität verdient Unterstützung: Deshalb schreibt emerge dieses Jahr zum ersten Mal den Visual Journalism Grant aus. Gefördert wird ein fotojournalistisches Langzeitprojekt, das sich noch im Entstehungsprozess befindet oder die Weiterentwicklung/Fortsetzung von einem bereits bestehenden Projekt. Thematisch gibt es keine Eingrenzung.
emerge stellt 1.200€ Fördergeld für 2018 zur Verfügung. 40 % aller Einnahmen der Unterstütze emerge-Kampagne aus dem Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018 werden noch hinzugerechnet. Alle emerge-Unterstützer*innen beteiligen sich damit konkret an der Förderung junger Fotojournalist*innen. Die finale Fördersumme wird im Januar 2019 ausgezahlt.
Darüber hinaus erhält die oder der Fotojournalist*in über einen Zeitraum von einem Jahr die Möglichkeit bei emerge regelmäßig persönliche Projekt-Coachings wahrzunehmen. Wir nutzen auch unsere verschiedenen Kommunikationskanäle (z.B. Newsletter, Facebook, Instagram), um die Arbeit bestmöglich bekannt zu machen. Ein erstes Ergebnis wird nach einem Jahr in einer Ausstellung in Berlin und einer umfangreichen Veröffentlichung auf emerge-mag.com präsentiert.
Bewerbungszeitraum
01. August – 31. Oktober 2018
Bewerbungsvoraussetzung
Teilnehmen können alle Fotojournalistinnen und Fotojournalisten, die bei der Bewerbung noch unter 35 Jahre alt sind und im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) wohnen. Die Nationalität spielt selbstverständlich keine Rolle.
Die Bewerbung erfolgt über unser Online-Bewerbungsformular. Wir benötigen eine genaue Beschreibung sowie erste Ergebnisse eures entstehenden Projektes bzw. bei Fortsetzung/Weiterentwicklung eines Projektes, die bereits bestehende Arbeit, Veröffentlichungen usw. Genaue Beschreibungen über die Form eurer Einreichung findet ihr in unseren ausführlichen FAQs und auch im Bewerbungsformular selbst.
Bei Fragen könnt ihr uns per Email an info@emerge-mag.com gerne kontaktieren.
Auswahlverfahren
Unser Jury-Team, bestehend aus Gast-Expert*innen aus dem Bereich Visueller Journalismus, wird die Einreichungen zusammen mit der emerge-Redaktion sichten, bewerten und im Dezember 2018 die Gewinnerin oder den Gewinner bekanntgeben.
* Die Summe setzt sich aus € 1,200.00 (von emerge zur Verfügung gestellt) und 40 % der Jahreseinnahmen aus der Unterstütze emerge-Kampagne zusammen.